Meine Zeit in Mainz 
... und weiter gehts! ;o) (1. Teil siehe weiter unten)

Am 17.1. haben wir uns dann um 5.30 am Bahnhof getroffen, um 6 ging unser Zug. Nach einer langen, aber eigentlich recht entspannten Zugfahrt sind wir 12 ½ Stunden später gut in Mainz angekommen. Die Schüler, die in Gastfamilien wohnen sollten, wurden zum Schluss immer aufgeregter und haben sich sonstige Horrorszenarien ausgemalt. Am nächsten Morgen haben sie sich dann ganz aufgeregt ausgetauscht über ihre Gastfamilien. Einer war zum Beispiel bei einem Schüler untergebracht, der mit seinem Freund zusammen wohnt, den er wohl bald heiratet. Lauter so spannende Dinge hatten sie sich zu erzählen, waren aber alle soweit ganz zufrieden mit ihren Gastfamilien. Wir Lehrer wurden von zwei deutschen Lehrern zu unserem Hotel gebracht abends und waren dann noch zu dritt Essen in einer Studentenkneipe. Das war sehr nett, auch wenn wir alle 3 sehr müde waren. Am nächsten Morgen wurden wir dann um halb 8 schon von einer deutschen Lehrerin (Elke) abgeholt. Das war so früh, dass wir das super Frühstück gar nicht so richtig genießen konnten. In der Schule fand dann eine Empfangsveranstaltung statt – auf Englisch. Der Rektor, der projektleitende deutsche Lehrer Carsten, sowie ein Chor haben uns in Mainz begrüßt. Die deutschen Schüler hatten „Satellite“ von Lena Meyer-Landrut umgedichtet zu einem Comenius-Song und diesen dann als Willkommensgruß vorgetragen.



Während wir Lehrer dann eine Führung durch die Schule (BBS1 – also eine Berufsschule) bekommen haben, haben die Schüler das erste Mal in Workshops in gemischten Gruppen zusammengearbeitet. Es galt mitgebrachte Alkoholwerbung miteinander zu vergleichen und dies dann zu präsentieren. Zum Mittag ging es dann in ein großes Restaurant, wo mit allen zusammen lecker gespeist wurde. Danach haben wir dann eine Stadtführung durch Mainz bekommen und ich muss gestehen, dass ich nicht erwartet hätte, dass Mainz so schön ist. Die Stadt hat mir echt gut gefallen! Geendet hat die Tour dann am Kupferberg, wo wir eine Führung durch das Museum und die Keller des Sektherstellers bekommen haben.


Der Fastnachtbrunnen mit einem Teil der Gruppe davor


Mainz von oben! =)


Gesehen im Museum "Kupferberg" ;o)

Abends bin ich dann wieder mit Suna, Anja und den beiden französischen Lehrern Edith und Denis bei einem Italiener in der Stadt Essen gewesen. Die beiden Franzosen haben sich dann ganz selbstbewusst ein Vitamalz bestellt. Ich war ein bisschen verwundert und habe gefragt, ob sie das denn in Frankreich auch hätten, was mit einem kräftigen Nicken beantwortet wurde. Nagut, habe ich gedacht, dann werden sie wohl auch wissen, was sie sich da bestellt haben. Als wir dann aber angestoßen haben und die zwei den ersten Schluck probiert haben, haben sie sich ganz schnell ein Weißbier bestellt. Es war nicht so ganz das, was sie sich vorgestellt hatten.. ;o)
Am Mittwoch morgen haben wir zwei Vorträge in der Schule gehört – zum Leidwesen der Schüler wieder auf Englisch. Der Eine war von einem Vertreter des deutschen Wein-Instituts, der andere von einer Vertreterin des Programms „Wine in Moderation“, einem Programm, das den vernünftigen Umgang mit Wein fördern möchte.


Denis und Edith haben typisch französischen Kuchen mitgebracht. Wer auf einen "lucky charme" beißt, ist der König des Tages - hier sind die Dänen gerade am Charme suchen (und finden).. ;o)

Nachdem es eine Menge zuzuhören gab, wurden wir von den deutschen Schülern bekocht. Immerhin waren wir auch bei der Linie „Ernährung“ der Berufsschule zu Besuch. Es gab also Finger Food aus deutschen Zutaten mal anders zubereitet. Sehr lecker!
Für die Schüler ging es danach wieder in gemischte Gruppen, in denen sie eine eigene Werbung entwerfen sollten. Wir Lehrer haben währenddessen die Fahrt nach Grönland im März geplant. Das war allerdings gar nicht so einfach, da die Grönländer leider nicht nach Mainz kommen konnten aufgrund eines Pilotenstreiks. Aber zum Glück gibt es ja Telefon und so konnten wir dann doch das Nötigste mit Adam aus Grönland klären. Es wird also am 25.3. morgens früh von Kopenhagen aus losgehen nach Sønder Strømfjord(Grönland). Dort werden wir eine Nacht bleiben und eine Tour zum Ewigen Eis machen. Am nächsten Tag fliegen wir dann weiter nach Sisimiut, wo sich die Schule befindet, die wir besuchen. Hier in Sisimiut werden dann neben den Workshops zu den Projekten auch ein paar Aktivitäten stattfinden, die man einfach machen muss, wenn man schon mal auf Grönland ist (Langlaufski, evtl. Schlittenhundefahrt, Tour zu einer Hütte mit Übernachtung,…). Und dann geht es am 31.3. wieder gen Kopenhagen. Ein Wahnsinns-Programm also! =)
Abends sind dann alle Lehrer ins Brauhaus eingeladen worden. Dort gab es neben deftigem deutschen Essen selbstgebrautes Bier und eine Menge zu bequatschen. Ich muss sagen, dass mir die Gruppe sehr ans Herz gewachsen ist, mit der ich da so unterwegs war. Die beiden französischen Lehrer waren der Hammer! Ich habe noch nie einen Franzosen so gut Englisch reden hören und dann waren es gleich zwei davon. ;o)


Der Dom bei Nacht


Und auch mit Suna und Anja ging alles total super! Ich habe mich echt klasse mit den beiden verstanden. Nur mit den Polinnen war die Verständigung leider nicht so leicht. Und das, obwohl 2 der 3 Lehrerinnen Englisch unterrichten. Naja.. der Franzose zum Beispiel hat seinen ganzen Begleiterinnen (er war der einzige männliche Lehrer, der zu Besuch war und dementsprechend mit uns im Hotel gewohnt hat) die Tür aufgehalten. Daraufhin meinte Anja dann, was für ein französischer Gentleman er doch wäre. Daraufhin hat Denis dann geantwortet, er wolle nur alle vorgehen lassen, da er den Weg nicht wüsste. Und solche Schoten hat er die ganze Zeit gebracht. ;o)


Auf dem Weingut - als Empfang gab es prickelnden Traubensaft.


Oppenheim

Am Donnerstag stand dann eine Busfahrt an. Wir sind zu einem Weingut nach Essenheim gefahren, herumgeführt worden und sind dann direkt weiter nach Oppenheim gefahren. In Oppenheim haben wir eine Führung durch einen Teil der riesigen Kelleranlage gemacht. Das war schon beeindruckend, was da alles an Kellern gebaut wurde! Nach einem Schnitzel-Pommes-Buffet in einem kleinen Lokal ging es dann wieder zurück nach Mainz, wo auch schon der „Farewell-afternoon“ auf dem Programm stand. Zunächst hatten die Schüler in Gruppen die Aufgabe mit wenigen gegebenen Materialien ein Ei so zu schützen, dass es einen Sturz aus dem 3. Stock übersteht. Eine sehr gute Übung, die die Schüler endlich zum kommunizieren gebracht hat.


Der Test!

Im Anschluss wurden alle im Vorfeld entworfenen Logos präsentiert und das Siegerlogo wurde bekanntgegeben. Und dann war die Zeit in Mainz auch schon fast wieder vorbei. Abends sind wir dann nochmal wieder Essen gewesen alle zusammen. Allerdings hat man auch bei den Lehrern gemerkt, dass so eine Woche mit so vielen neuen Eindrücken ziemlich schlaucht und müde macht. Alles in Allem bin ich aber sehr dankbar, dass ich mitfahren durfte und eine so klasse Zeit in Mainz hatte - hiermit ein riesen Dankeschön an alle, die die Woche zu dem gemacht haben, was sie war. Auf
http://www.gutenberg.tv/mediathek_single.php?id=534
ist ab Minute 24:40 auch ein Beitrag zu unserem Projekt zu sehen. Wer genau hinschaut, kann mich im Beitrag auch sehen.. ;o)

Am nächsten Tag sind dann nach und nach alle nach Hause gefahren, wir um 12 als letztes. Ich bin jedoch nicht ganz bis Aalborg mitgefahren, sondern nur bis Hannover. Am liebsten wäre ich natürlich in Göttingen schon ausgestiegen, es war ziemlich komisch dort hindurch zu fahren, ohne auszusteigen… In Hannover bin ich dann zu meiner Tante gefahren und bin mit Liane und Nanette, sowie der kleinen Frieda Kaffee trinken gewesen. Das war echt klasse ein bisschen mit den beiden quatschen zu können! Abends gab es dann leckeren selbstgemachten Gemüsekuchen und eine Runde Phase 10, bevor meine Reise dann nachts um 1 mit dem Bus weiter gen Osten ging – zu Stefan nach Polen.

Und davon berichte ich dann im nächsten Eintrag! =)

[ Kommentar hinzufügen ] ( 469 Mal angeschaut )   |    |   ( 3 / 244 )
Weihnachten bis Mainz 
Hallo, ihr Lieben!
Liebe Grüße aus dem hohen Norden, aus Aalborg – der Stadt am Limfjord. ;o)
Ohja.. lange Zeit ist vergangen seit ich das letzte Mal geschrieben habe. Und viel ist passiert! Immerhin war Weihnachten, Silvester, eine Reise nach Mainz und Polen und Besuch hatte ich auch. Aber mal alles von vorne...
Nachdem ich ein schönes Weihnachtsfest zuhause gefeiert habe mit meiner Familie, sind wir am 28.12. nach Hannover gefahren zu meinen Tanten. Und auch die Zeit da habe ich genossen. Von Hannover aus ging es dann am 30.12. direkt nach Berlin, schließlich wollte ich da mit Jonas, Lena, Schmorti, Hauke, Daniel und vielen mehr Silvester feiern. Leider ist daraus nichts geworden, da ich mich kurz nach meiner Ankunft ins Bett oder vielmehr auf die Couch gelegt habe und bis kurz vor der Abfahrt quasi nicht mehr wieder aufgestanden bin, da ich eine richtig schöne Grippe hatte. Tja, das war mein Silvester mit Freunden. =(
Am 2.1. bin ich dann noch ziemlich geschwächt nach Aalborg zurück gefahren. Als ich meine Zugtickets vor Weihnachten gebucht habe, hat man mir Tickets der 1. Klasse angeboten, da die noch günstiger waren, als Tickets der 2. Klasse. Auf der Heimfahrt ist daraus jedoch nichts geworden, da der ICE, mit dem ich ab Århus fahren sollte, nicht aus Deutschland gekommen ist. Also bin ich mit 2 ½ Stunden Verspätung und 2 mal ungeplantem Umsteigen in Neumünster bei Lena angekommen (habe dafür übrigens mittlerweile 50% des Fahrtpreises von der DSB wiederbekommen). Ich habe mich also auf die Fahrt im ICE gefreut, der von Berlin bis Århus durchfahren sollte (und ich in der 1. Klasse mittendrin). Naja.. leider musste ich in Hamburg nochmal in den richtigen ICE umsteigen und habe erst ab da meinen 1. Klassesitz bekommen – aber immerhin! Fazit der Geschichte: DB sucks, DSB rocks! Bei der DSB (dänische Staatsbahn) kriegt man definitiv einen besseren Service!
Nunja, zurück in Aalborg bin ich am nächsten Morgen erstmal zum Arzt gegangen, da Halsschmerzen und Husten immer noch genervt haben. Anja, meine Betreuungslehrerin war sogar so freundlich mich zu fahren. Der Arztbesuch selbst war jedoch eher ernüchternd: Einmal kurz in den Hals gekuckt, 3 mal Atmen abgehört und Penicillin verschrieben bekommen. Und genau das Behandlungsschema habe ich auch von 2 anderen beschrieben bekommen, die beim gleichen Arzt waren (hier bekommt man einen Arzt zugeordnet). Eine Woche später war ich dann jedoch wieder fit und auch psychisch wieder besser drauf. Ich hatte wieder Lust auf Aalborg und Energie, um aus der Zeit hier noch was zu machen. Und damit gings dann auch direkt los: ich habe einige Stunden geplant und unterrichtet und am 17.1. bin ich mit 6 Schülern der Klasse 2s, sowie meinen beiden Betreuungslehrerinnen Suna und Anja nach Mainz gefahren. Meine Schule hat nämlich neben mir als Comenius-Assistentin auch die Teilnahme an einem internationalen Comenius-Projekt bewilligt bekommen. Bei diesem Projekt geht es unter der Überschrift „Youth and Alcohol Culture“ um Workshops rund um das Thema. Diese Workshops finden reihum an den verschiedenen teilnehmenden Schulen statt. Letzten Oktober haben sich Lehrer und Schüler der teilnehmenden Schulen aus Frankreich, Mainz, Grönland, Dänemark und Polen in Polen getroffen und jetzt im Januar ging es dann nach Mainz. Im Vorfeld hatte die Klasse 2s ein Logo zum Projekt entworfen und dieses wurde nach Mainz geschickt. Ich habe dann am Mittwoch bevor es los ging zwei Stunden nur mit den Schülern gehabt, die mit nach Deutschland kommen sollten. In der ersten Stunde ging es um den Logo-Wettbewerb. Wir mussten die Logos der anderen Länder kommentieren und bewerten. In der zweiten Stunde habe ich die Gruppe dann auf Deutschland vorbereitet. Ich habe sie in einem Quiz auf all die kleinen, feinen Unterschiede zwischen Dänemark und Deutschland hingewiesen. Und ich hatte den Eindruck, dass es ihnen auch etwas Spaß gemacht hat. ;o) Am Freitag habe ich dann von Kasper, bei dem ich in der Klasse 2d mithelfe, eine Einführung ins smart-Board bekommen. Kasper benutzt es in jeder Mathe-Stunde und hat mir gezeigt, wie alles funktioniert und mit welchen Programmen er arbeitet (OneNote von Microsoft). Bei diesem Treffen hat mich Kasper dann auch direkt gefragt, ob ich nicht Lust hätte mal in der Klasse zu unterrichten und wir haben verabredet, dass ich direkt den Freitag wenn ich wieder komme unterrichten soll.

Tja, damit der Eintrag lesbar und nicht unendlich lang wird, splitte ich ihn hier. Fortsetzung folgt...

[ Kommentar hinzufügen ] ( 143 Mal angeschaut )   |    |   ( 3 / 239 )
Ein ehrlicher Rueckblick auf die ersten 3 Monate: Die Akkus sind leer. 
Hej alle sammen!

Jetzt ist es schon fast Weihnachten und damit ist meine Zeit hier in Aalborg schon halb rum - ich kann es kaum glauben. Entgegen meiner anfänglichen Planungen werde ich Weihnachten und Silvester nicht in Aalborg sein. Ich brauche mal eine kleine Pause, um wieder neue Energie zu sammeln und dann nochmal voll durchzustarten, wenn ich wieder hier bin. Die Energie ist nämlich leider ein wenig raus. Wenn ich mit den anderen Comenius-Assistentinnen hier spreche merke ich zwar, dass ich es an meiner Schule relativ gut habe und trotzdem könnte es noch ein bisschen besser sein.. ;o)

Mir fehlt zum Beispiel einfach der Kontakt zu den Dänen. Da ich mittlerweile recht gut dänisch spreche, hilft mir das zwar zum Beispiel mit den Lehrern zu schnacken im Lehrerzimmer oder auch bei gemeinsamen Aktivitäten wie Julefrokost oder Mitarbeiterseminar. Und trotzdem scheint es manchmal an Interesse zu mangeln.. Ich muss jetzt über Weihnachten nochmal Energie und Ideen sammeln, dass ich selbst einfach noch mehr aktiv werde. Aber von deren Seite kommt nichts. Diese Chance, mich als Comenius-Assistentin da zu haben, alleine schon als eine zweite Lehrkraft im Unterricht, nutzen die (meiner Meinung nach) viel zu wenig. Es ist den Dänen scheinbar schon wichtig, dass ihre Schüler auch den Kontakt zu anderen Kulturen/Ländern bekommen, sonst hätten sie zum Beispiel nicht den International Coordinator hier am Technical College (also diese eine Stelle, die komplett nur für die Internationalisierung der Ausbildung zuständig ist). Aber ich habe manchmal das Gefühl, dass das Interesse an einer anderen Kultur nicht so groß ist. Das mache ich zum Beispiel daran fest, dass nicht eine einzige Frage von Schuelerseite kam, wer ich eigentlich genau bin, was ich mache und wo ich herkomme. Und dann war da die Situation, als die Schüler sich dafür bewerben sollten, dass sie mit dem Comenius-Projekt nach Grönland (2 Plätze) oder Mainz (6 Plätze) mitkommen. Die Schule nimmt teil an einem Comenius-Projekt zwischen Frankreich, Polen, Mainz, Aalborg und Grönland. Thema des Projekts ist “Alcohol and Youth Culture” und es finden Workshops in den verschiedenen Ländern statt. Das Tolle daran ist, dass die EU finanzielle Unterstützung für das Ganze liefert und soweit ich das verstanden habe, die Reisekosten übernimmt. Und trotzdem hat sich gerade mal die Hälfte der Klasse beworben mitzufahren. Ich frage mich ernsthaft, woran das liegt. Dass da nicht alle für zu begeistern sind, ist mir klar. Aber nur die Hälfte hätte ich nicht gedacht. Zumal es bezahlt wird. Das meinte aber auch schon der International Coordinator zu mir, dass er auch Schwierigkeiten hätte, internationale Praktika zum Beispiel an den Mann zu bringen.

Tja.. such is life. Ich bin nach Dänemark gekommen, mit der Erwartung, dass es nicht viel anders ist, als ich es aus Nordfriesland kenne. Ich habe wohl gehört, dass die Dänen etwas reserviert seien, aber das habe ich auch schon oft von den Norddeutschen gehört. Als ich dann hier war, war ich vom super Empfang und herzlichem Willkommen überrascht. Noch im “Hochflug” wurde mir dann Ende Oktober von einer Psychologin auf dem Seminar in Kopenhagen erzählt, dass es sie zwar freuen würde, dass so viele denken würden, dass die Dänen so gastfreundlich wären, aber dass sie befürchtet, dass wir bald unsere Meinung ändern würden. Und ich muss sagen, sie hatte Recht! Es ist einfach seit dem herzlichen Empfang nicht viel passiert. Es kommt leider recht wenig von meiner Betreuungslehrerin, ich habe auch keinen Unterricht bei ihr, sodass ich sie selten sehe. Sie hat mich zwar einmal zu sich eingeladen, aber nachdem es am vorgeschlagenen Termin nicht passte, ist nicht nochmal eine Einladung gekommen. Leider.. Ich laufe zwar viel im Unterricht mit, aber unterrichte selbst relative wenig bisher. Das liegt zwar auch zu einem großen Teil an mir, weil ich nicht mehr nach Unterricht frage, aber es ist auch super anstrengend immer und immer wieder um ein Gespräch zu bitten, um zu gucken, wann ich unterrichten kann und was. Wenn ich auf “die” zugehe, dann sind sie schon auf jeden Fall sehr hilfsbereit und auf jeden Fall auch nett. Aber sie immer zu stören, wenn sie sich gerade unterhalten/arbeiten – ich muss sagen, dass das jedes Mal wieder Überwindung kostet, trotzdem zu fragen. Und auch außerschulisch habe ich die Lehrer in letzter Zeit nicht als sehr offen mir gegenüber erlebt. Es gibt auch andere: Beispiel Ole. Mit Ole habe ich nichts gemeinsam, außer dass wir in einem Team sind (Jede Studienrichtung hat ein Teacherteam zugeordnet). Und trotzdem hat er mich zu sich nach Hause eingeladen zum Essen mit seiner Familie.

Ein weiterer Grund für meine leichte Lustlosigkeit ist: Ich musste umziehen. Das Schülerwohnheim ist seit Freitag und bis zum 2.1. geschlossen und alle mussten raus. Da die Berufschüler schon frei haben diese Woche (und die ja hauptsächlich in dem Wohnheim wohnen), macht das ja auch irgendwie Sinn. Aber ich wohne jetzt in einem Kollegium (also Studentenwohnheim) und da fühle ich mich nicht sonderlich wohl (einer der Hauptgründe: Die Dusche ist unheimlich eklig! Fühle mich nicht wirklich sauberer nach dem Duschen..). Naja. Ein Grund mehr, mich auf Zuhause zu freuen! ;o) Wenn ich nach meiner Silvesterfeier in Berlin am 2.1. wiederkomme, kann ich wieder in meine kleine Butze ziehen.

Naja.. ich freue mich auf jeden Fall auf Zuhause, wo ich über Weihnachten ein wenig Energie und Ideen tanken werde, um dann im neuen Jahr nochmal voll durchzustarten!! Ich habe jetzt noch 9 ½ Wochen Unterricht nach + 2 Reisen mit dem Comenius-Projekt (Mainz im Januar und Grönland im März) + 1 Woche Ferien im Februar. Und dann bin ich pünktlich zum Sommersemester zurück in Göttingen. =)
Nichtsdesto trotz bin ich immer noch froh, dass ich die riesige Chance hier in Daenemark gekriegt habe und hier sein darf. Also es ist ja nicht alles schlecht. Die Akkus sind nur grad leer.. ;o)
Nichtsdesto trotz bin ich immer noch froh, dass ich die riesige Chance hier in Daenemark gekriegt habe und hier sein darf. Also es ist ja nicht alles schlecht. Die Akkus sind nur grad leer.. ;o)

So, jetzt muss ich aber gleich erst mal in die Mathestunde mit Mette. Bald gibt’s mehr.. =)

Ich freue mich, möglichst viele von euch über Weihnachten/Silvester in Deutschland zu sehen!!
Ich wünsche euch allen ein frohes Fest, habt eine schöne Zeit mit Familie und Freunden!!
Ich grüße euch herzlichst, die Lena

[ 1 Kommentar ] ( 262 Mal angeschaut )   |    |   ( 3 / 229 )
Es weihnachtet sehr.. 
Hej hej allesammen!
Oh man.. gestern war Julefrokost (also quasi Weihnachtsfeier) mit allen Kollegen. Das war soooooo nett! Wir haben uns um 15 Uhr im Festsaal im CAO getroffen (der liegt im obersten Stockwerk und man kann gerade so über all die Dächer Aalborgs gucken.. ;o)). Im Voraus haben alle 150 Kronen eingezahlt für das Essen. Aber es ging erstmal mit ein bisschen schnacken los beim ersten Bier.. ;o) Dann hat jeder einen Zettel gezogen, um herauszufinden an welcher der drei Tafeln er sitzen darf. Ich habe sehr Glück gehabt mit meinen Tischnachbarn. Es waren alles Lehrer, mit denen ich noch nicht sooo viel geredet habe, aber es waren auch alle sehr nett und mir gegenüber aufgeschlossen. ;o) Und dann ging es los: unser Tisch durfte als erstes zum Buffet. Es gab Fisch in allen Varianten (geräuchert, Sild, warm und paniert. Dazu gab es Schwarzbrot (die Dänen lieben ihr Rugbrød, also Roggenbrot, was bei uns als Schwarzbrot bekannt ist. Bin ziemlich froh, dass es hier nicht nur das typische dänische Weißbrot gibt.. ;o) ). Außerdem gab es Mayonnaise, Currycreme und grönländische Tigerrejer (also Garnelen). Super lecker! Und dazu gab es schon die ersten Schnäpse (Aquavit und Co.) und ich wurde mehrmals an diesem Abend darauf hingewiesen, dass ja direkt gegenüber die Schnappsbrennerei wäre. Da sind sie nämlich scheinbar auch ein bisschen stolz drauf. ;o)
Ich hab dann auch ordentlich zugelangt, damit ich den ganzen Schnapps auch aushalten kann. Nach dem Essen wurden dann die ersten Geschenke verlost (es standen ein paar eingepackte Feinschmeckerpakete parat). Und nach ein bisschen Geschnacke gab es dann plötzlich noch mehr Essen (womit ich leider nicht gerechnet habe und deshalb schon ziemlich satt war). Und zwar gab es typisches Weihnachtsessen: Flæskesteg, brune kartoffler, rødkol, grønkol, hvidkol, leverpostej, skinke og medister. Flæskesteg ist ein Stück Schweinebraten mit knuspriger Haut, brune kartoffler sind kleine, gepulte Kartoffeln in Butter und Zucker angebraten, Rotkohl und Grünkohl wie bei Papa, Weißkohl in einer hellen Soße, leverpostej ist Leberpastete, und medister ist Hackfleisch in Schweinedarm. Ich habe mich echt geärgert, dass ich mich schon an der Vorspeise satt gegessen habe. Und dass Line sich so darüber gefreut und es jedem erzählt hat, hat es nicht besser gemacht. Naja. Nach dem Essen gab es dann ein Weihnachtsquiz. Ich konnte nicht sooo viel mitraten, aber es war trotzdem sehr witzig! Karin kam irgendwann zu mir und hat mir zwei Kurze auf einem Papptellertablett serviert: einen von Thomas selbstgebrauten, knallgrünen Pfefferminzschnaps und ein Baby-Guinnes. Das haben die am anderen Tisch getrunken. Zum Nachtisch gab es Risalamande mit Kirsebærsauce, also Milchreis mit ordentlich Schlagsahne vermischt, kleinen Mandelstückchen und dazu Kirschsoße. Im Milchreis waren ein ganz paar ganze Mandeln versteckt. Die ersten zwei, die eine Mandel finden, haben ein Mandelgave bekommen. Ich hatte Glück. Zwar habe ich keine Mandel gehabt, aber ich habe etwas von einem Mandelgave abbekommen (ein suuuper leckerer Schokokuss mit Marzipanboden).
Ich habe mich den ganzen Abend unterhalten und viele meinten, dass mein dänisch schon viel besser geworden wäre seit meiner Ankunft! =)
Das hat mir eigentlich am Donnerstag auch ein Busfahrer bestätigt. Ich musste in die Stadt zu einem Infotreffen der Sprachschule und da mein Rad platt ist, bin ich mit dem Bus gefahren. Der Busfahrer hatte einen extremen Redebedarf. Der hat die ganzen 20 MInuten Fahrt durchgeredet. ;o) Und als ich dann auch mal zu Wort kam meinte er, dass man nicht hören könne, dass ich aus Deutschland käme (das hatte ich ihm erzählt). =)
Aber nochmal kurz zurück zur Weihanchtsfeier. Getanzt wurde nicht soo viel, aber einmal wurde auch ich aufgefordert. ;o) Und bei der letzten Runde der Geschenkeverlosung habe ich noch was gewonnen! Und dann war da noch das Pakkespil. Jeder hatte ein kleines Geschenk mitgebracht. An jedem Tisch gingen 2 Würfelbecher rum und sobald man eine 6 gewürfelt hatte, durfte man sich ein Geschenk nehmen. Und irgendwann dann eben auch von den anderen. Auch hier hatte ich Glück und hatte zum Schluss ein Päckchen (Toffifee). Lars hatte eine DVD von Klovn gekriegt (ähnlich STromberg in Deutschland), die er mir geschenkt hat, ich solle ja schließlich die dänische Kultur kennenlernen.. ;o)
Jaja. Alles in allem war es ein unheimlich toller Abend! Det var mega hyggeligt!! =)

Mir ist aufgefallen, dass die Dänen Weihnachten als ein großes Fest feiern. Überall ist festlich dekoriert, man kann sich in vielen Restaurants zum Julefrokost anmelden, selbst in der Schule ist es sehr weihnachtlich. Es gibt einen Klassenzimmer-schmück-Wettkampf und gestern war "STore Nissedag". Es gehen 2 Lehrer rum, wählen das am besten geschmückte Klassenzimmer und viele Lehrer hatten sich etwas weihnachtlich angezogen. Und selbst im Unterricht wird, wo es geht, auf Weihnachten Bezug genommen.

Nunja.. ich werde jetzt nochmal meine Abwasch-Schüssel aus dem Schrank kramen und ein bisschen abwaschen und aufräumen! ;o)
Ich sende liebe Grüße nach Deutscheland und die ganze Welt!
Har en glædelig juletid med jeres familier!
Die Lena


[ Kommentar hinzufügen ] ( 171 Mal angeschaut )   |    |   ( 3 / 221 )
Aalborg ist weiß, weiß, weiß.. =)  
Hallo liebe Leser! ;o)
Ich freue mich wirklich wie ein Honigkuchenpferd über eine Nachricht, aber nachdem ich gerade mehr als 100 Spam-Kommentare löschen musste, danke ich jetzt George, dass das hoffentlich ein Ende hat! =)

Hier in Aalborg ist alles weiß. Es hat 2-über 30 cm Schnee gegeben (also je nachdem, ob man in oder neben der Schneewehe misst). Im Schnitt liegen aber schon 15-20cm Schnee. Es hat gestern heftigst geschneesturmt. Habe tlw. die Lichter vom Kollegium fast nicht mehr sehen können und das ist geschätzte 200m Luftlinie entfernt. Dazu kam, dass es die ganze Nacht nicht richtig dunkel wurde, da der Schnee das Licht der Stadt reflektiert hat (oder so ähnlich).. ;o)
Was mich allerdings wundert: Die Straßen werden hier kaum geräumt, sondern eher freigefahren. Morgen früh habe ich 1. Stunde Bio im CAO in der Stadt. Da es keine Busverbindung gibt, mit der ich pünktlich zur ersten Stunde da bin, MUSS ich mit dem Rad fahren. Es wird also spannend! ;o)
Aber das wird schon. Am Samstag habe ich es sogar betrunken geschafft in der schmalen Fahrradspur bis in die Stadt (hinter Jonas hinterher) zu fahren. ;o)
Ja, am Wochenende hatte ich Besuch von Jonas. Da mein Lenchen leider noch nicht wieder fit ist, konnte sie nicht kommen =( aber wir haben viel geskyped am Wochenende. Jonas und ich sind dann allerdings ohne Lena am Samstag vormittag in die Stadt gefahren und haben geshoppt. ;o) Abends gabs dann ein kleines Festessen und danach ein bisschen Rotwein und Jägermeister mit roter Brause.. ;o)
Jaja.. und dann gings in die Gade, tanzen! =) Und es war gut. Hier ein paar Lieder, zu denen wir hart gedanced haben ;o) :

http://www.youtube.com/watch?v=_gt9Q0obCMM

http://www.youtube.com/watch?v=dB01PTZNpBc

http://www.youtube.com/watch?v=Gr01hp_0 ... re=related

Jaja.. War ein witziger Abend! =) In dem einen Club fing plötzlich einer an sich über den Boden zu kugeln. Und zwar von einer Seite der Tanzfläche zur anderen. Zwischendurch gabs dann eine kurze Pause zum Luftholen am Rande der Tanzfläche und dann gings wieder weiter.. Da kriegt *rofl* eine ganz andere Bedeutung.. ;o)
Am Sonntag mittag ist Jonas dann wieder gefahren.. ;o(
Und jetzt muss ich mir noch ein paar Bewerbungsschreiben von Schülern angucken, die gerne mit nach Mainz oder Grönland möchten. Leider können nämlich nur 6 mit nach Mainz und 2 mit nach Grönland zu dem Comenius-Projekt. Und ich glaube, wir werden da morgen beim Teamtreffen drüber reden. Naja.. und ich muss noch meine 2 Adventskalenderpäckchen einpacken..
Ich sende liebe Grüße in die ganze Welt!
Lena

[ Kommentar hinzufügen ] ( 151 Mal angeschaut )   |    |   ( 3 / 208 )

| 1 | 2 | 3 | Weiter> >>